Das Paul-Jauch-Haus in Eningen
Der Freundeskreis Paul Jauch
Paul Jauch beim Zeichnen

 

Kleine Aufmunterung für "ausstellungshungrige" Kunstfreunde

Jürgen Klugmann ONLINE

Ein Klick auf das Bild und los geht der Ausstellungsbesuch online

Viele Freude wünscht Ihnen der Paul Jauch-Freundeskreis!

Jürgen Klugmann: Biberfraßgelände auf Youtube

Ausstellung vorbereitet

Eninger Nachrichten vom 09.04.2021

Jürgen Klugmann im Paul-Jauch-Haus

Die Biber ziehen ein…

 

Liebe Paul-Jauch-Freunde, liebe Kunstinteressierte,

mit der Präsentation der Ausstellung des Tübinger Künstlers Jürgen Klugmann möchten wir die Pandemie-Wandertipp-Reihe beenden und die Wiedereröffnung der Ausstellungsräume nach einem Jahr Schließung vorbereiten. Wir hoffen sehr, dass Präsenzveranstaltungen im späten Frühjahr möglich sind und wir Sie im Paul-Jauch-Haus begrüßen dürfen.

Bis dahin möchten wir Sie über die Medien weiterhin auf dem Laufenden halten und Ihnen die Ausstellung ein wenig schmackhaft machen.

Jürgen Klugmann, der Tübinger Künstler, arbeitet sehr naturverbunden und übersetzt seine Fundstücke aus der Natur in eigene Landschaftsmotivik. Sein Werk passt daher inhaltlich zu Paul Jauch, der die Motivik seiner Zeichnungen ebenfalls aus der Natur schöpfte. Suchte Paul Jauch allerdings nach realistischer Darstellung und gilt daher sein Werk als Zeit-Zeugnis des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts, so fokussiert sich Klugmanns Auge auf Details aus der Natur, die er benutzt, um daraus frei erfundene, abstrakte Landschafts-Kompositionen zu erschaffen. Bereits in seinen frühen Werken, hautsächlich während seines Rom-Aufenthaltes, versuchte er Architekturzeichnungen aufzubrechen und sie in zeichnerischen Wirrungen verschwimmen zu lassen.

Die Biberfraßgelände bezeugen diese Arbeitsweise und stehen zudem Pate für Klugmanns Bezug auf gesellschaftliche Themen. Immer wieder stellt uns der Schutz und der Erhalt der Biber vor große Aufgaben, da die „Fraßspuren“ der lustigen Gesellen, wie sie Klugmann in Frottagen festhält, oft Bauwerke hinterlassen, die Äcker und Wiesen überfluten oder gar Löcher auf Straßen hinterlassen, die Unfälle herbeiführen. Die Phantasie der Naturschützer ist daher gefragt, um die tierischen Architekten mit den menschlichen Bedürfnissen in Einklang zu bringen.

Es sind die Fraßspuren der Biber, die Klugmann auf vielen Spaziergängen entdeckte und die ihn bei der Arbeit für diesen Zyklus faszinierten. Landete eine Frottage einer Biss-Spur in seinem Atelier, so wurde diese mit Hilfe von Bienenwachsstreichbalsam, Grafit und Buntstift in eine Landschaft verwandelt. Scheint der Betrachter hier und da eine Berglandschaft oder ein Gebüsch zu entdecken, bemerkt er bei näherem Hinsehen, dass es sich um die Zusammenführung von Einzelelementen handelt, die so harmonisch ineinanderfließen, dass das Auge des Betrachters Motivik wahrnimmt. Ein virtuoser „Kunsttrick“ eines zeitgenössischen Künstlers, der seine Umgebung im Detail fokussiert und in zwei- gar dreidimensionale Wahrnehmung übersetzt.

1963 in Spaichingen geboren, studierte Jürgen Klugmann, nach einer Lehre zum Buchhändler, in Tübingen unter Professor Martin Schmid und Dieter Löchle Malerei.

Als Gewinner mehrerer Stipendien und Mitbegründer von zeitgenössischen Künstlergruppierungen arbeitet Klugmann heute als freier Künstler in seinem Atelier in Tübingen und als Kunstpädagoge. Seine neuesten Arbeiten beschäftigen sich mit der Pandemie. Er fokussiert hierbei inhaltlich die Thematik des Abstandhaltens und überträgt dieses auf die Arbeit des Künstlers selbst. Die Maschine arbeitet für den Künstler und die Ergebnisse fasst Klugmann in einen Handwerker-Zyklus zusammen.

Ein Blick auf die Homepage von Jürgen Klugmann (www.klugmann-kunst.com) verrät die Vielschichtigkeit seines Arbeitens in der Motivik als auch in der Verwendung des Materials und wir freuen uns mit dem Biberfraßgelände eine Variante dieses Schaffens präsentieren zu dürfen.

Ihr Paul-Jauch-Freundeskreis

 

 

Eninger Nachrichten 19. März 2021

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XVIII

Wer baut den schönsten Nistkasten für Eningen?...

 … mit dieser Frage startete der Freundeskreis Paul Jauch vor ein paar Wochen seine Nistkastenaktion im Rahmen der Paul Jauch Wandertipp-Reihe. Und tatsächlich gab es ein paar fleißige „Häusle-Bauer“, die für die Vögel hier in Eningen ein zu Hause schafften. „Häusle-Bauer jeden Alters waren dabei und berichteten allesamt freudig von ihrem Projekt.

Unter den kleinsten Einsendern waren Chiara Lannghut, Linus Kley und Emil Müllerschön, die eifrig mit den Eltern Holz besorgten, bevor es mit Sägen, Hämmern und Bemalen weiterging. Ganz genau habe der kleine Emil gewusst, wie er das Haus haben möchte, berichtet der Vater des kleinen, gerade mal vierjährigen Kinderpreisgewinners.

Bei Linus wurde gleich aus eigenem Fichteholz für mehrere Vogelfamilien ein Reihenhaus gebaut und die kleine Chiara holte sich Rat und Material bei Herrn Baumann vom Freundeskreis, um dann ganz genau nach einer eigenen Zeichnung loszubauen.

Kunstvoll und kreativ, ja fast zu schade um ins Freie zu hängen überzeugte Karl-Heinz Fritzen mit seinen beiden Nistkästen die Jury für den Erwachsenenpreis. Bereits etliche Nistkästen hat er für die Familie gebaut und dies mit viel Fingerspitzengefühl. Der Enkel, der den Preis für den Großvater entgegennahm, berichtete stolz vom eigenen Häuschen im Garten.

Noch erwähnenswert ist eine weit gereiste Einsendung aus Cottbus. Vom Schwager aus der Ferne gebaut und in Eningen platziert erfreut sich Wolfgang Schleife nun an dem Häuschen aus der Heimat.

Am vergangenen Dienstag erhielten somit Emil Müllerschön und Karl-Heinz Fritzen ihre Preise von Herrn Baumann, Vorstand vom Freundeskreis Paul Jauch, der sehr erfreut über die Resonanz ist. Viele Anrufe gehen seit dem Aufruf bei ihm ein und er weiß, dass es noch viele weitere Häusle-Bauer in Eningen gibt, die sich um die heimischen Vögel sorgen und kümmern.

Wir bedanken uns bei allen Helfern und gratulieren den beiden Gewinnern!

 

Ihr Freundeskreis Paul Jauch und die Gemeinde Eningen

 

 

Jürgen Klugmann: Biberfraßgelände

Eninger Nachrichten vom 05.03.2021

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XVII

Vorfreuden...

Jürgen Klugmann: „Biberfraßgelände“

Liebe Paul Jauch Freunde,

wir möchten Ihnen in dieser Ausgabe ein paar Vorhaben für das Jahr 2021 ankündigen und Sie in die Welt des Tübinger Künstlers Jürgen Klugmann entführen. Klugmann, bekannt für abstrakte Zeichnungen aus der Natur und mit der Natur, immer wieder experimentell und beliebt für das Integrieren von Naturentdeckungen, als Ausgangspunkt für seine Werke, wird im April seine, seit letztem Jahr verschobene Ausstellung, im Jauch-Haus präsentieren.

Wir sind gespannt und freuen uns auf seinen Zyklus „Biberfraßgelände“. Hier arbeitet der Künstler mit Frottagen von Fraßspuren der Biber am See, die er zu landschaftlichen Motiven weiterentwickelt. Es entstehen Papierarbeiten aus Grafit/Buntstiften und Bienenwachsstreichbalsam.

Meint der Betrachter zunächst stark abstrahierte Landschaften zu erkennen, so fällt ihm bei näherem Hinsehen auf, dass diese Landschaften gar keine sind. Klugmann konzentriert sich auf Fragmente aus der Natur, auf Natur-Ausschnitte aus nächster Nähe, die ihrerseits aber wiederum den Eindruck erwecken man würde in die Weite blicken. Immer wieder entdeckt er Tierspuren und Materialien, die er für sein Werk und ein bestimmtes Thema sammelt und weiterentwickelt. Und so begegnete er vor geraumer Zeit den Biberspuren, übertrug sie als Arbeitsmaterial auf Papier und entwickelte seine Fundstücke im Atelier zu landschaftlichen Kompositionen weiter, die an kreativer Abstraktion nichts vermissen lassen.

Durch diese Herangehensweise widmet sich Klugmann inhaltlich bewusst oder unbewusst immer wieder Themen, die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden. Besonders bei den Bibern trifft dies zu. Die meisten nehmen diese lustigen Bau- und Buddelmeister als freundliche und interessante Gesellen wahr und jeder wird sich wohl freuen einen Biber-Bau zu entdecken. Doch für manch einen kann dieser Wald- und Wasserbewohner auch zum Problem werden, gar wenn der Bauer sein überflutetes Land entdeckt oder der Radfahrer mit dem Reifen in ein tiefes Loch fährt und teilweise schwere Unfälle herbeiführen. Hier treffen Natur und Mensch eng aufeinander und es gilt Lösungen zu finden, die für beide Seiten verträglich sind. Die liebevollen und lustigen Geseelen sorgen somit für Gesprächsstoff auch oder gerade wieder durch Klugmanns Biberfraß-Landschaften.

Und genau diesen möchten wir in den kommenden Monaten im Jauch Haus aufleben lassen. Wir möchten für künstlerischen Gesprächsstoff sorgen und Ihnen mit den heutigen Ankündigungen ein wenig Vorfreude darauf bereiten. Egal ob virtuell oder gar in Präsenz möchten wir Ihnen die Ausstellung präsentieren und wenn es die Corona-Verordnungen bis dahin zulassen, Sie zu Veranstaltungen rund um die Ausstellung einladen.

Hier die Termine unter Vorbehalt

(bitte entnehmen Sie kurzfristige Änderungen auf unserer Homepage)

ab 11. April 2021: Sie können sich telefonisch zu einer Führung oder einem Gang durch die Ausstellung anmelden.

16. Mai 2021: Veranstaltung mit Künstlervorstellung und Musik im Jauch-Garten zum Museumstag

04. Juli 2021: Lesung im Jauch-Garten und Künstlerbesuch

Termin für einen Vortragsabend zum Thema Biber wird noch bekannt gegeben.

Zudem möchten wir auf die 150+1-Feier im September hinweisen. Mit Zeichnungen Jauchs werden wir hier an den 150. Geburtstag des Eninger Künstlers erinnern.

Wir hoffen das Museum spätestens zum Museumstag öffnen zu können und würden uns freuen Sie begrüßen zu dürfen.

 

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

 

 

 

 

Eninger Nachrichten vom 12.02.2021

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XVI

Fels-Hopping auf der schwäbischen Alb

 

Liebe Paul Jauch Freunde,

nach unserer Nistkastensuche in und um Eningen geht es weiter auf den Spuren Paul Jauchs. Diesmal von unseren Talidyllen hoch auf die Alb zu sämtlichen Felsvorsprüngen mit herrlichem Blick auf das idyllische Schloss Lichtenstein. Und wer weiß, vielleicht ist gerade so die Arbeit Paul Jauchs spürbarer, als sie im Museum je sein könnte. Denn, wie bereits öfter innerhalb dieser Reihe erwähnt, wäre es ohne Jauchs Liebe zur Naturlandschaft, wohl nicht zu diesen einzigartig malerischen Zeichnungen gekommen. Jauch wollte den Moment für die Ewigkeit festhalten und genau das können wir nachfühlen, wenn wir ihm zu seinen Zeichenplätzen folgen. Man kann dort angekommen selbst nicht an sich halten das Handy zum Fotografieren zu zücken, um den herrlichen Anblick festzuhalten, zu Hause nachzufühlen oder mit Freunden auf Instagram zu teilen.

 

Betrachter von Jauch sein heißt auch Betrachter der Natur, aber auch Betrachter unserer Zeitgeschichte zu werden. Das fürs Wochenende versprochene Frühlingswetter scheint uns hierbei zu Hilfe zu kommen und es wieder möglich zu machen auch auf etwas unwegsameren Wegen über die Alb zu gehen. Wie wäre es mit einem Ausflug auf die Traifelbergfelsen? Entweder im Kampf gegen die Höhenmeter zu Fuß vom Tal aus oder einfach nach der Autofahrt zum Traifelberg-Parkplatz auf dem Wanderweg HW1 entlang von Felsvorsprung zu Felsvorsprung. Man wird nicht müde immer wieder diesen einzigartigen Blick auf das Gegenüber zu erhaschen und seitlich in die Weite des Tals zu blicken.

 

Das Schloss selbst befindet sich momentan noch im Winterschlaf aber es lohnt sich den Blick auch von dieser Seite aus ab März nachzuholen und das romantische Schlösschen, wenn es wieder möglich ist, von innen zu erkunden. Vom Traifelberg aus sind es nur noch rund 2,5km bis Sie das romantische Märchenschloss erreichen.

 

Wir freuen uns auf tolle Fotos, Zeichnungen und Berichte von Ihrer ganz persönlichen Künstler-Reise mit Paul Jauch zu den Felsvorsprüngen des Traifelbergs. Einsendungen unter: ramona.mathes@eningen.de

 

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

ACHTUNG! Die Aktion Nistkasten für Eningen läuft noch!

Gesucht: Der schönste Nistkasten Eningens!

Falls sie dem momentan tristen Alltag zu Hause zusätzlich ein wenig Leben einhauchen möchten, dann lassen Sie sich durch die vielen Bauanleitungen im Netz zum Bau eines Nistkastens inspirieren und kramen Sie in Ihrem Bestand nach Materialien, die man eventuell verbauen könnte. Eventuell entsteht ihr ganz persönliches Upcycling-Projekt daraus? Der Phantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, denn gesucht ist der schönste Nistkasten Eningens. Nach Einsendung eines Fotos von Ihrem Nistkasten an ramona.mathes@eningen,de wird der schönste Nistkasten prämiert und der Erbauer erhält eine kleine, feine und typisch Jauchsche Belohnung.

 

Einsendeschluss ist der 8. März 2021

 

Wir freuen uns auf viele Fotos von eifrigen „Häuslebauern“!

 

 

 

 

 

 

 

 

Eninger Nachrichten vom 05. Februar 2021

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XV

Wer baut den schönsten Nistkasten für Eningen?

 

Liebe Paul Jauch Freunde, liebe Kunstfreunde, liebe Eltern und Kinder

in dieser Ausgabe steht eine Zeichnung Jauchs im Fokus, welche das Motiv des Nistkastens aufgreift. Eine Zeichnung, die die Vorfreude auf den Frühling weckt und den Neubeginn nach der Pandemie herbeisehnen lässt.

Doch nicht nur dies. Wie fast alle von Jauchs Zeichnungen fokussiert auch dieses Bildmotiv den Wandel der Natur und ist Beweis seiner Naturliebe. Jauch lädt uns ein, den Blick auf die Natur zu wenden und mit ihm die Ruhe und Schönheit dieser zu genießen. Dabei ist der ästhetische und beschauliche Blick auf die Natur alles andere als Schönmalerei. Vielmehr führt uns Jauch bis heute, durch die Vehemenz seiner Motivik, gedanklich dazu, bewusst oder unbewusst, über das früher und heute, über die Landschaft, die uns umgibt, nachzudenken. Dies ist auch ein Grund dafür, weshalb der dreijährig ausgeschriebene Paul Jauch Preis nicht nur an Künstler, sondern explizit auch an Naturschutzprojekte geht, die sich um den Erhalt unserer umgebenden Naturlandschaft verdient machen.

Naturliebe und den Einsatz seines Könnens am Bleistift im Auftrag dieser, das ist es auch was Wolf-Dieter Baumann, Vorstand vom Freundeskreis Paul Jauch, begeistert und ihn zum Bewunderer Jauchs macht. Freudig berichtet Baumann von seinen Spaziergängen, seinen Bienen und seiner Herzensangelegenheit seit vielen Jahren Nistkästen zu bauen, anzubringen und dabei immer wieder auf „Jauchblicke“ zu stoßen. Ein Blick, wie unten auf dem Foto, in Baumanns Garage, lassen sämtliche Zweifel an Baumanns Tatendrang dahingehend verschwinden. Mehrere Hundert Kästen verbaut Wolf-Dieter Baumann innerhalb eines Jahres und dies seit vielen Jahrzehnten, nicht nur für Vögel, sondern auch für Fledermäuse, Hornissen und Haselmäuse. Dabei animierte er bereits als junger Lehrer auch seine Schüler mitzubauen und Expeditionen in die Natur zu unternehmen. Schullandheime waren für den pensionierten Pädagogen statt Stress und Verantwortung, Spaß und pädagogischer Auftrag und er verstand es die Kinder für die Natur zu begeistern.

Hält Baumann eine Zeichnung Jauchs in den Händen begeistert er sich gleichermaßen für das Motiv, die Dorfgeschichte und die Natur in und um Eningen und es bereitet ihm Freude Teil des Jauch Freundeskreises zu sein.

Gesucht: Der schönste Nistkasten Eningens!

Falls ein kleiner Funke auf sie übergesprungen ist und sie dem momentan tristen Alltag zu Hause ein wenig Leben einhauchen möchten, dann lassen Sie sich durch die vielen Bauanleitungen im Netz inspirieren und kramen Sie in Ihrem Bestand nach Materialien, die man eventuell verbauen könnte. Eventuell entsteht ihr persönliches Upcycling-Projekt daraus? Der Phantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, denn gesucht ist der schönste Nistkasten Eningens. Nach Einsendung eines Fotos von Ihrem Nistkasten an ramona.mathes@eningen,de wird der schönste Nistkasten prämiert und der Erbauer erhält eine kleine, feine und typisch Jauchsche Belohnung. Einsendeschluss ist der 8. März 2021

Wir freuen uns auf viele Fotos von eifrigen „Häuslebauern“!

 

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf der eninger Homepage unter der Rubrik „Museen/Paul Jauch Museum“ unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de.

 

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

 

Eninger Nachrichten am 22. Januar 2021

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XIV

Erste Früchte der Natur...

 

Liebe Paul Jauch Freunde,

es soll etwas wärmer werden und wer weiß, vielleicht erfreuen uns demnächst ein paar erste Knospen und Triebe, die auf das nahende Frühlingserwachen hinweisen. Frühling bedeutet Neuanfang und Hoffnung. Die Natur erholt sich vom Winterschlaf und beginnt sich neu zu entfalten.

Als kleine Vorfreude neben den noch schneebedeckten Häuserdächer und Wiesen, möchten wir sie heute mit Paul Jauchs Schneeglöckchen- bzw. Märzenbechergruß erfreuen. Klein und zart aber doch stark genug, trotzen die weißen Blüten der noch anhaltenden Kälte des Winters, kämpfen sich ans Licht und kündigen den Start ins neue Jahr an. Sie sind die ersten Früchte der Natur und viele werden folgen.

Immer wieder wendet Jauch den Blick auf die Jahreszeiten und verbildlicht diese in Form von Blumenstilleben. So gibt es die Rosen im Sommer, Schlehen für den Herbst, Christrosen für den Winter, Weidekätzchen für den Frühling. Er zeigt sie nicht in der Natur, sondern präsentiert sie als Stillleben in eine Vase drapiert. Allerdings handelt es sich dabei nicht um gebundene Sträuße oder gar einen Blütenmix. Jauch konzentriert sich auf ein paar Zweige oder Blumen der gleichen Sorte ganz simpel und schlicht angeordnet, wodurch die Symbolik für die Jahreszeiten und der Hinweis auf den Lauf der Natur verstärkt wird. Anders als bei den meisten anderen Arbeiten, zeichnet er hier nicht im Freien, sondern holt sich die Natur ins Haus. Eventuell waren es die Mitbringsel seiner Spaziergänge, die er sich nach Ankunft zur Studie vornahm.

Es gibt nicht viel Überliefertes zu den Blumenstillleben aber sicherlich sind sie ein weiteres Zeugnis für Jauchs Naturverbundenheit und Beobachtungsgabe dahingehend.

Wir möchten Sie heute schon losschicken und warten gespannt auf Ihre Fotos von ersten Frühlingsboten im oder nach dem Schnee. Vielleicht entdecken Sie beim Spaziergang in den nächsten Wochen bereits welche oder Sie haben im warmen Haus etwas nachgeholfen.

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf der Eninger Homepage unter der Rubrik „Museen/Paul Jauch Museum“ unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de.

 

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

Paul Jauch: Winterlandschaft
Jürgen Klugmann: Spuren im Schnee, Schneeschmelze

 

Eninger Nachrichten am 08. Januar 2021

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XIII

Spuren im Schnee...

Liebe Paul Jauch Freunde,

wir hoffen Sie sind gesund ins neue Jahr gestartet und konnten in den letzten Tagen innerhalb der Familie ein wenig Kraft schöpfen. Denn die Pandemie wird uns, trotz Impfstoff, wohl noch eine Weile begleiten und auch die Einschränkungen innerhalb der Kunst und Kultur werden noch ein weiteres Mal einen langen Atem von Kunsttreibenden aber auch von Kunstliebhabern fordern.

Daher möchten wir unsere Wandertipp-Reihe fortführen, um Ihnen weiterhin Kunst für zu Hause erlebbar zu machen.

„Kunst erleben einmal anders“, unter diesem Motto haben wir sie in den vergangenen Monaten, auf Wanderschaft mit Paul Jauch geschickt.

Paul Jauch liebte es im Freien die ihn umgebende Naturlandschaft zu zeichnen, weshalb sein Werk nicht nur Beleg seiner Virtuosität am Bleistift ist, sondern auch als Heimat-und Naturgeschichtszeugnis für unsere Umgebung fungiert. Besucht man die Orte, an denen die Zeichnungen entstanden sind, erfährt man eindrucksvoll die Intention des Künstlers. Bis heute ist die Alblandschaft für Einheimische aber auch für Gäste beeindruckend und genau dies wollte Jauch festhalten.

Natürlich ist Paul Jauch dabei nicht der einzige und so trifft unser Eninger Geschichtswerk in unserer heutigen Ausgabe auf einen zeitgenössischen Landschaftsliebhaber, der seine Eindrücke aus der Natur ebenfalls immer wieder thematisch in sein Bildwerk übersetzt. Er tut dies, indem er in Abstraktion des Gesehenen den Betrachter in die Erfahrbarkeit seiner Landschaft zu entführen versucht.

Sein Blick geht dabei, nicht wie bei Jauch, in die Ferne, sondern konzentriert sich auf Fragmente, auf Natur-Ausschnitte aus nächster Nähe, die ihrerseits aber wiederum den Eindruck erwecken, dass man in die Weite blickt. Erst bei näherem Hinsehen erkennen wir, dass es bspw. Spuren im Schnee sind oder gar nur ein Ast abgebildet ist. Jürgen Klugmann, heißt der Tübinger Künstler dieser Winterlandschaften, der nicht nur Natur abbildet, sondern oft sogar Naturmaterialien als Arbeitsmaterial verwendet und mit jenen experimentiert. Er wird im April einen Teil seiner Werke im Jauch-Haus präsentieren. Wir hoffen, dass wir das Museum bis dahin wieder für Sie öffnen können und freuen uns auf besondere „Naturblicke“ von Jürgen Klugmann.

Bis dahin sammeln sie mit unseren Kunstwerken im Gepäck eigene Naturblicke, ziehen Sie Spuren im Schnee oder auf nassen Waldböden und schicken Sie uns gerne Ihre Eindrücke als Fotografie.

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf der Eninger Homepage unter der Rubrik „Museen/Paul Jauch Museum“ unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de.

Für das begonnene Jahr wünschen wir weiterhin frohen Mut und Kraft. Nutzen Sie Ihre eigene Kreativität auf der Suche nach schönen und freudigen Momenten.

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

 

Eninger Nachrichten 18. Dezember 2020

Liebe Paul-Jauch-Freunde,

nur noch wenige Tage trennen uns vom Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel. Weihnachten hatte auch für Paul Jauch eine ganz besondere Bedeutung, zeugen doch viele Zeichnungen vom Weihnachtsgeschehen und insbesondere auch von der Heiligen Familie. Ein einmaliges Werk ist die Jauch‘sche Krippe in der Andreaskirche in Eningen, die von Paul Jauch und seiner späteren Ehefrau Emilie in den Jahren 1935 bis 1959 geschaffen wurde und mit der der Künstler die Geburt Christi unter die Achalm brachte. Er entwarf die Figuren, sie bediente sich der Laubsäge und er bemalte schließlich die zur Krippe eilenden Personen und Tiere sowie den Stall mit Maria, Josef und dem Christuskind mit der verschneiten Achalm im Hintergrund. Jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit wurde die Krippe im Jauch‘schen Wohnzimmer im 1. Stock des heutigen Paul-Jauch-Museums mit Hilfe von Schreinermeister Hess, der den Unterbau gefertigt hatte, aufgestellt. Jauchs öffneten Besuchern gerne ihr Wohnzimmer. Frau Jauch bot dann neben Getränken selbstgebackene Plätzchen an. Nach dem Tod von Paul Jauch vermachte Emilie Jauch die Krippe noch zu Lebzeiten der evangelischen Kirchengemeinde.

In diesem Jahr ist alles anders – nein - die frohe Botschaft des Weihnachtsgeschehens ist und bleibt unverändert, wir alle dürfen uns darüber freuen und froh und dankbar sein, und uns das Weihnachtswunder, vielleicht auch oder gerade beim Betrachten der Jauch‘schen Krippe verinnerlichen. Was für ein verheißungsvoller Glanz stahlt vom Jesuskind in der Krippe im Stall unter dem Sternenhimmel.

Wir wollen mit Mut und Zuversicht in die Zukunft blicken. Möge uns das bekannte Bonhoeffer-Lied begleiten hinein in ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2021.

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag,

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen

Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Mit herzlichen Weihnachtsgrüßen

 

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

Kleiner Ausblick:

Mit diesem schönen Beitrag von Harald Fügen endet unsere Paul Jauch Wandertipp- Reihe für dieses Jahr aber sie wird im neuen Jahr fortgeführt bis das Museum hoffentlich im Frühling seine Pforten wieder öffnen kann. Wir bleiben zuversichtlich und positiv und freuen uns Sie im April im Jauch Haus begrüßen zu dürfen. Geplant ist Ihnen, die durch die Pandemie, vorenthaltene Ausstellung von Jürgen Klugmann, dem Tübinger Künstler, nun endlich präsentieren zu können und auch die Geburtstagsfeier für Paul Jauch zum 150ten nachzuholen. Zudem möchten wir Sie mit kleinen Besonderheiten überraschen, um nach dem Schließungsjahr die Kunst wiederzubeleben. Alles bleibt offen und natürlich ist weiterhin die Gesundheit der Mitglieder und Besucher das Wichtigste und Grundlage unserer Entscheidungen. Harren wir weiterhin der Dinge und versuchen dennoch in Vorfreude zu verweilen.

 

Maria und Josef sind bald angekommen. Geplagt von ihrer schweren Reise stoßen die beiden auf einen Menschen, der sich solidarisch zeigt, sie aufnimmt und ihnen Unterschlupf gewährt. Gehen wir gemeinsam den Weg durch die Pandemie, um am Ende solidarisch und freudig in die Zukunt zu blicken.

 

Bleiben Sie gesund.

 

 

 

 

 

 

 

Eninger Nachrichten vom 04. Dezember 2020

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XI

 

Liebe Paul Jauch Freunde,

manchmal schickt einen das Leben und die Umstände auf eine ungewisse Reise über Hindernisse, zu ungewollten Abzweigungen, die zu Umwegen führen und scheinbar kein Ankommen ermöglichen. Beinahe sinnbildlich beschäftigt sich Jauch immer wieder mit der Reise Maria und Josefs und verbildlicht die Last des Weges durch die Darstellung der Einsamkeit des Paares in eisiger Natur. Maria blickt zurück in die Heimat und kann den Aufbruch ins Ungewisse ohne Hab und Gut nicht verhindern.

Augenblicklich bekommt der Betrachter Mitleid mit den Vertriebenen, taucht in die Gefühlswelt der beiden Akteure und findet sich gar im eigenen Erlebten wieder. Vertrieben vielleicht aus der Familie, ohne Boden unter den Füßen durch den Verlust eines lieben Menschen oder durch die Einsamkeit, die viele von uns in dieser Zeit erleben.

Die vergangenen Jahre vor allem aber das Jahr 2020 hat uns durch die Pandemie alle auf einen schweren Weg geschickt, der viel Durchhaltevermögen, Verständnis, Mitgefühl und Menschlichkeit erfordert und sicher wird uns der Weg raus aus der Pandemie noch einige Umwege bescheren. Dennoch bleiben kleine Hoffnungsschimmer, bleibt der Wille alle Kraft einzusetzen, um das „Kind im Arm“, um das Leben zu erhalten und Anzukommen in einer besseren Zeit, mit weniger Last und Schmerz. Paul Jauch symbolisiert die Hoffnung durch den Lichtstrahl, den das fliehende Paar umgibt und den Betrachter an das gute Ende an Weihnachten erinnert.  Er nimmt uns durch seine Darstellungen der Flucht mit auf den Weg. Wir sind gespannt…

Ein kleiner Hinweis: In der Andreaskirche ist wie jedes Jahr die Krippe vom Ehepaar Jauch ausgestellt. Sicherlich ein lohnenswerter Gang. Ein Artikel von Harald Fügen aus dem Gemeindebrief der evangelischen Kirche hierzu finden Sie auf unserer Homepage. www.paul-jauch-haus.de

Wir würden uns freuen von Ihren Wegen zu erfahren und Ihre Geschichten zu hören. Gerne dürfen Sie uns Texte und Bilder einsenden.

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf unserer Homepage unter der Rubrik „Museen/Paul Jauch Museum“ unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de.

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

Bericht aus dem Gemeindebrief der evangelischen Gemeinde Eningen Nov 2020

Jetzt zur Weihnachtszeit werden die Gottesdienstbesucher wieder die Krippe bewundern, die Paul Jauch und seine Frau Emilie zunächst für sich selbst geschaffen hatten und mit der sie das Weihnachtsgeschehen unter die Achalm brachten. Im September jährte sich der Geburtstag von Paul Jauch zum 150sten Male; die vorgesehene Veranstaltung aus diesem Anlass und eine Ausstellung im Paul-Jauch-Haus, die einen Einblick in das Lebenswerk des Eninger Künstlers geben sollte, konnte wegen Corona nicht stattfinden. Vielleicht lassen sich die bereits vorgenommenen Planungen im nächsten Jahr verwirklichen. Durch die „Eninger Nachrichten“ wurden wir in den letzten Monaten auf Spaziergänge mit Paul Jauch mitgenommen. In vielen Eninger Häusern hängen Bilder von Paul Jauch, die Kirchengemeinde besitzt neben den für sie bedeutungsvollen Zeichnungen von der alten, 1930 abgebrochenen Andreaskirche auch die Jauch´sche Krippe. Sie wurde von den späteren Eheleuten Jauch Ende der 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts begonnen. Er entwarf die Figuren, sie bediente sich der Laubsäge und er bemalte schließlich die zur Krippe eilenden Personen und Tiere. Am 20. Dezember 1941 schrieb die damalige Emilie Krebs in ihr Tagebuch: „Lange verbrachten wir beim Betrachten unserer Krippe und immer neue Feinheiten an den Bäumen fanden wir. Wie schön ist doch, ein Werk gemeinsam geschaffen zu haben.“

Jedes Jahr wurde die Krippe mit Hilfe von Schreinermeister Hess, der den Unterbau gefertigt hatte, im Wohnzimmer aufgestellt, durch weitere Figuren ergänzt, bis sie im Jahre 1959 mit der Achalm im Hintergrund eine gewisse Fertigstellung erfuhr. Ab diesem Zeitpunkt war auch die Anordnung der Figuren auf dem schneeweißen Tuch genau festgelegt. Jauchs öffneten Besuchern gerne ihr Wohnzimmer. Frau Jauch bot dann neben Getränken selbstgebackene Plätzchen an, Herrn Jauch war es recht, wenn der Besuch nicht zu lange blieb, erforderlichenfalls zog er sich in sein Arbeitszimmer zurück. Nach dem Tod von Paul Jauch vermachte Emilie Jauch die Krippe noch zu ihren Lebzeiten der evangelischen Kirchengemeinde Eningen.

Wir werden in diesem Jahr wieder vor der Jauch´schen Krippe stehen und sicher wieder etwas entdecken, was wir bisher nicht wahrgenommen haben. Mit den Knechten und Mägden, dem Schäfer und dem Förster, mit den Weisen aus dem Morgenland und all den Tieren werden wir zur Krippe gehen und uns das Weihnachtswunder verinnerlichen.

Harald Fügen

 

 

 

 

 

Paul Jauch Haus in Eningen, Heimat des Zeichners im 20. Jahrhundert. Paul Jauch wohnte hier im Grünen Hof in der Eitlinger Straße in Eningen. Hier fertigte Paul Jauch die meisten seiner Zeichnungen an. Das Paul-Jauch-Haus, genauer das Paul-Jauch-Museum im Grünen Hof in der Eitlinger Straße in 72800 Eningen hat unregelmäßig geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten des Paul-Jauch-Hauses erfahren Sie auf dieser Website auf der Seite Aktuelles. Viel Spaß beim anschauen!